Unerwünschte Bewerbungen, Teil 1

10. September 2010

Aus Journalistenkreisen hört man des öfteren, dass die Stadtwache schwer zu erreichen ist: Termine mit Photographen werden nicht eingehalten, telefonisch ist niemand zu erreichen und auf der Straße bekommen sie von den StadtwächterInnen die Auskunft, dass sie nicht mit der Presse sprechen dürfen. Und Google listet dann die kritische Plattform auch noch auf Platz 1 in seinen Suchergebnissen! Kein Wunder also, dass manche einfach eilig auf unsere Kontaktknopf drücken und uns Anfragen senden, für die wir uns eigentlich nicht zuständig fühlen, wie z.B. bei der folgenden:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich habe mich schon vor längerer Zeit, bevor noch die Ausschreibung für die Linzer Stadtwache aktuell war, für die Stadtwache beworben. Leider habe ich bis heute weder eine zusage noch eine Absage der Stadt Linz bekommen. Daher sende ich Ihnen heute nocheinmal meine Bewerbung zu. Da ich lange Jahre im Sicherheitsdienst tätig war und meine Schulung über das Landesgenameriekomando OÖ ( Hr. Obst lt. Buchegger ) absolvierte bin ich mit sämtlichen Aufgaben Vertraut. Ich bin nachwie vor noch im Sicherheitsdienst tätig, möchte jedoch gerne meine Arbeitstätte in meiner Wohnungnähe verlegen.

Zu meinen speziellen Aufgaben gehören unter anderem Werkschutz, Veranstaltungsschutz, Personenschutz, Bälle und Drogenbekämpfung. Von meiner Persönlichkeit her überzeuge ich durch ein Sympathisches, seriöses Erscheinungbild, Flexibilität, Zielstrebigkeit, Führungsqualitäten sowie Selbstständigkeit.

Als verantwortungsvoller Mitarbeiter strebe ich durch höchste Einsatzbereitschaft die Sicherheit der Mitmenschen sowie eines langfristigen Arbeitsatzes an. Neuen Aufgaben stehe ich jederzeit aufgeschlossen gegenüber. Ich bin bereit die Verantwortung für eine gegebene Sicherheit mitzubrgen.

Einem Vorstellungsgespräch bei dem Sie Sich einen persönlichen Eindruck von mir verschaffen können, sehe ich gerne entgegen. Anbei darf ich Ihnen noch meine Tel. Nr. übermitteln. 0699 XXXXXXX

Mit sicheren Grüßen,
Theodor Schlagefroh*

* Geändert, Name der Redaktion bekannt

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  1. Peter Jahn
    Sep 10th, 2010 at 13:56
    Reply | Quote | #1

    Das „Schlagefroh“ im Namen zeugt nicht gerade von Niveau.

  2. Kurt Unklar
    Sep 10th, 2010 at 19:05
    Reply | Quote | #2

    Nun, bei der Rechtschreibung und Grammatik wundert´s mich nicht, dass Herr Schlagefroh auf der Strecke blieb…

    Was zum Henker ist ein „langfristiger Arbeitsatz“???